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05.04.24

Reiki Magie - Stefanie Fischer

Steffi ist Seminarleiterin und bietet Reiki und Breathwork an.

Steffi, könntest du uns erzählen, was dich dazu inspiriert hat Reiki anzubieten und wie du dazu gekommen bist, diese Praxis zu erlernen?

Eigentlich hat Reiki mich gefunden. Ich war bereits mehrere Monate in Indien, bis mir meine Reiki Meisterin „zufällig“ über den Weg lief. Mein Herz sagte mir nach kurzem Gespräch sofort, bei Ihr musst Du lernen. Also hab ich sie nach einem Kurs gefragt und habe kurze Zeit später meinen ersten Reiki Grad bei Ihr gemacht. Das Wissen, um die Energie und diese Energie auch zu fühlen hat mich so fasziniert, dass ich weitergelernt und weiter praktiziert habe. So ist das bis heute! Jede Sitzung ist anders und es ist immer wieder faszinierend für mich, was da alles passiert. Für mich ist es wie Magie, daher auch der Name Reiki Magie.

Was bereitet dir am meisten Freude an der Arbeit mit Reiki?

Die echte Verbindung zu Menschen. In einer Welt, in der wir uns eigentlich nach Verbindung sehnen, aber uns hinter unserer Fassade und unserem Smartphone meist alleine und isoliert fühlen, bringt Reiki mich dem Menschen wirklich nahe. Ich sehe ihn und vor allem fühle ihn – so wie er ist. Und das ist einfach wunderschön. Es erfüllt mich, macht mich demütig und erdet mich wahnsinnig.

"Am meisten Freude an der Arbeit mit Reiki bereitet mir die echte Verbindung zu Menschen."

"Ich sehe den Menschen und vor allem fühle ich ihn - so wie er ist."

Könntest du uns erklären, was Reiki und Breathwork eigentlich genau ist und wie es funktioniert?

Reiki ist eine aus Japan stammende Methode der energetischen Heilung durch Handauflegen. Beim Reiki wird dem Klienten die universelle Lebensenergie, die wir durch unser fremdbestimmtes und stressiges Leben heutzutage oft zu wenig haben, wiedergegeben. Er wird sozusagen energetisch wieder in Balance gebracht. Darüber hinaus kann Reiki physische, emotionale und energetische Blockaden lösen, um nachhaltig die Lebensqualität zu verbessern. Breathwork sind zum Teil jahrtausendealte Atemübungen (Pranayama), die ebenfalls Blockaden lösen können, uns stressresistenter machen und uns wieder mit dem Atem, unserem natürlichen Energielieferanten verbinden.

Wie gestaltest du typischerweise eine Reiki-Sitzung? Was können die Teilnehmer erwarten, und wie erlebst du diese Erfahrung gemeinsam mit ihnen?

Bei einer Reiki Sitzung liegt der Teilnehmer entspannt auf dem Rücken in angenehmer Atmosphäre. Ich berühre verschiedene Stellen des Körpers mit meinen Händen und schicke dem Teilnehmer Energie. Gleichzeitig fühle ich, ob es an diesen Stellen eine Imbalance gibt oder ob ich etwas anderes wahrnehmen kann. Ich mache Reiki nie nach Zeit, sondern nach Gefühl. In der Regel dauert eine Sitzung (also das reine Reiki geben ohne Gespräch) ca. 60 – 80 Minuten. Nach der Sitzung lasse ich den Teilnehmer ein paar Minuten alleine, damit er aus der tiefen Entspannung zurückkommen kann und danach besprechen wir, was er und was ich gefühlt habe.

Gibt es bestimmte Prinzipien oder Werte, die du in deine Arbeit mit Reiki einbringst?

Ehrlichkeit und Authentizität, würde ich sagen. Ich bin tief verbunden mit dieser Praxis, pflege einen gewissen Lifestyle, weil ich im Laufe der Jahre gemerkt habe, dass ich, je reiner ich als Kanal für die Reiki Energie bin, desto „besser“ die Energie fließt. I practice what I preach, könnte man sagen ;-)! Außerdem gebe ich jedem Klienten ein paar Tipps an die Hand, die er gerne integrieren darf. Am Ende ist Heilung immer Eigenverantwortung. Die kann ich niemandem abnehmen. Ich muss selbst bereit sein, zu heilen, muss bereit sein, meine Lebensgewohnheiten zu ändern, sondern es ändert sich langfristig nicht viel. Ich begleite, löse Blockaden und aktiviere Selbstheilungskräfte mit Reiki, aber der Heiler ist jeder Mensch selbst.

Was sind einige der häufigsten Herausforderungen, denen du bei der Arbeit mit Reiki begegnest, und wie gehst du damit um?

Die größte Herausforderung ist, wie bei vielen sozialen Berufen, sich nicht zu sehr mit dem Schicksal oder den Problemen der Menschen, die zu mir kommen, zu identifizieren. Ich helfe sehr gerne und bin natürlich sehr empathisch, sonst könnte ich meinem Beruf, den ich übrigens als wahre Berufung empfinde, nicht nachgehen. Aber es ist wichtig, bei mir zu bleiben und eben als Kanal für die Energie zu fungieren und nicht anfange, die Probleme der Menschen lösen zu wollen. Wir erinnern uns: Heilung ist Eigenverantwortung.

Wie siehst du die Verbindung zwischen Reiki und Breathwork? Gibt es Möglichkeiten, wie du diese beiden Praktiken in deiner Arbeit kombinierst?

Reiki und Breathwork aktivieren beide Energie und die Selbstheilungskräfte eines Menschen. Beim Reiki ist der Teilnehmende passiv und entspannt und beim Breathwork ist der Teilnehmende aktiv, da er ja in einem bestimmten oder wechselnden Rhythmus atmet. Ich kombiniere beide Praktiken, zum Beispiel in meinen Breathwork Workshops „Der verbundene Atem“, eine Technik mit großem Transformationspotential. Hierbei liegen die Teilnehmer und atmen über einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Rhythmus. Diese Atmung bringt sehr oft tiefe Emotionen hoch und hilft, diese loszulassen. Manche Menschen beschreiben es sogar als richtige ‘Reise’, die sie dabei erleben. Während dieser Sessions gehe ich beispielsweise zu jedem Teilnehmer und gebe ihm unterstützend Reiki, um Blockaden zu lösen, damit er noch mehr loslassen kann.

"Manche Menschen beschreiben es sogar als richtige ‘Reise’, die sie in meinen Breathwork Workshops erleben."

Könntest du uns mehr darüber erzählen, wie du Breathwork in deine Sitzungen integrierst und welche Vorteile du darin siehst?

Ich integriere Breathwork nicht nur, ich gebe auch reine Breathwork Sitzungen oder Kurse. Durch die einzelnen Atemübungen kann ich jedem Teilnehmer konkrete Werkzeuge an die Hand geben, die er in sein tägliches Leben integrieren kann. Kurze Übungen für Zwischendurch zum Beispiel um zu entspannen, aktivierende Übungen am Morgen oder ausgleichende Übungen für den Abend. Atemübungen zu praktizieren schult immens die Achtsamkeit und hilft uns, bewusster mit uns selbst umzugehen.

Was sind einige der wichtigsten Aspekte, die du bei der Kombination von Reiki und Breathwork berücksichtigst?

Da gibt es eigentlich keine. Jeder kann Reiki empfangen und jeder kann atmen. Daher gibt es dafür keine Kontraindikationen. Nur beim verbundenen Atem, einer speziellen Technik ist es wichtig, dass Teilnehmer keine schwere Depression haben oder starke Medikamente nehmen. Anmerken möchte ich noch, dass ich beide Techniken so liebe, weil sie einfach simpel sind. Man braucht kein teures Equipment oder lange Kurse (selbst wenn man Reiki selbst lernen möchte), einfach die Hand auflegen oder über den Körper halten und die Energie fliesst, einfach Atmen und wir können unser Nervensystem selbst regulieren und nachhaltig gesünder, entspannter und zufriedener leben. Wie cool ist das denn?

Wie möchtest du die Zukunft deiner Arbeit mit Reiki und Breathwork gestalten? Hast du spezifische Ziele oder Visionen, die du gerne verwirklichen möchtest?

Ich bin immer offen für neue Wege die Techniken zu kombinieren und weiterzuentwickeln. Ich bin ja auch auf meiner eigenen Reise mit Reiki und dem Atem und lerne natürlich auch selbst durch meine Praxis und Eigenerfahrung. Neu mache ich zum Beispiel mit einem Bekannten Breathwork Sessions kombiniert mit Soundhealing, eine Atem- und Klangreise in einem für ein Erlebnis, das noch mehr Sinne anspricht. Meine Vision ist eine Art Reiki Ashram oder Begegnungszentrum, zu dem Interessierte kommen können, um zusammen zu meditieren, Atemübungen zu machen und Reiki zu lernen und zu praktizieren.


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